12 | Flößerleben

Wie war nun das Leben auf einem Floß? Was nahm man mit auf die Reise?
Fünf Maß Bier und ein Pfund Fleisch, das war die Tagesration eines Flößers. Das Bier wurde in Fässern mitgeführt, genauso wie das gesalzene Fleisch. Alles was haltbar war, konnte als Proviant mitgenommen werden. Aber das Leben auf den Flößen und auch der Alltag daheim in Wallenfels war eher karg. Man war Selbstversorger und musste sich von dem ernähren, was in den kleinen Gärten ums Haus oder auf den armen Ackerböden angebaut werden konnte. Alle mussten zusammenhelfen, um das Auskommen der Familien zu sichern.
Eine Floßfahrt war also alles andere als eine Erholungsreise. Von früh um 5 Uhr bis spät am Abend wurde hart gearbeitet. Man lebte eng zusammen in einer kleinen Floßhütte auf dem Floß. Sie diente den Flößern als Schlafgelegenheit, als Kochstätte und Vorratsraum für ihre Lebensmittel und Werkzeuge. Hier war Teamgeist gefragt, um die harte Arbeit und das enge Miteinander gut zu bewältigen.
Wir gehen weiter auf der Mühlgrabenstraße, denn die nächste Station unseres Flößerweglas befindet sich auf dem Wallenfelser Marktplatz.