7 | Flößerfamilien

Der Wohlstand, den die Floßherren durch die Flößerei erwirtschaften konnten, zeigt sich auch an den Ausmaßen so mancher Grabstätte und Gruft auf dem Wallenfelser Friedhof. Bei einem kurzen Spaziergang durch den schönen Bergfriedhof werden Sie sicherlich die prunkvollen Grabmale entdecken. In einer dieser Gruften ruht auch Johann Baptist Eichhorn, der Verfasser des Wallenfelser Liedes. Es verkörpert die Liebe und den Stolz der Wallenfelser zu ihrer Heimat. Ein Denkmal neben der Kirchenmauer erinnert an den Dichter und Komponisten. 

Eine weitere beeindruckende Gruft ist die von Andreas und Kunigunda Behrschmidt. Der Name Behrschmidt ist auch heute noch in Wallenfels allgegenwärtig. Ein weiterer Vorfahr, Flossherr Bartholomäus Behrschmidt, war ein freigiebiger Kirchenstifter der 1858 15.000 Gulden für den Kirchenneubau spendete. Eine Summe, die heute einem gut sechsstelligen Eurobetrag entsprechen würde. Kein Wunder, dass auch er mit einem Denkmal am Friedhofseingang gewürdigt wurde. 

Falls unser Flößerwegla Sie noch nicht auslastet, können Sie einen schönen Spaziergang durch den terrassenförmig angelegten Friedhof, entlang von 14 Kreuzwegstationen, bis hinauf zur Schlosskapelle machen, einem Wahrzeichen der Stadt Wallenfels. Sie steht an der Stelle, an der bis zu den Bauernkriegen im Jahre 1525 die Burg „Waldenfels“ stand. Ein wunderbarer Ausblick über den Frankenwald entschädigt dort für die Mühen des Aufstiegs.

Ansonsten fürhrt uns der Weg hinab zur Kirche und zur nächsten Station, an der wir die Wallenfelser Mentalität kenenlernen wollen. Seien Sie gespannt!